Die Erstellung der Gläubigerliste

Oft eine große Herausforderung stellt das Erstellen der Gläubigerliste dar. Ich habe zunächst alles an Papier zusammengesucht, was ich fand. Schreiben, ungeöffnete Briefe, Verträge. Einfach alles was ich fand. Das habe ich dann nach Thema zunächst gestapelt. Es waren an die 25 Stapel. Dann habe ich mir die Stapel einzeln vorgenommen und die Schriftstücke nach Datum sortiert. Die Neuesten oben. Danach fing ich an, die einzelnen Schriftstücke nach Thema zu sortieren. Das Thema war hier eine Rechnung, mit allen Mahnungen, bis zum Vollstreckungsurteil. Was erledigt war, habe ich in einen Ordner geheftet, man weiß nie, ob man es noch braucht. Was noch offen war, kam in den „Inso Ordner“. So sortierte ich alles so gut es ging und der Riesen Haufen wurde kleiner und sortierter.
Jetzt war es an der Zeit, den Inso Ordner und seinen Inhalt auf eine einfache Liste zu schreiben. Die war zunächst nur eine einfache Auflistung. In den Spalten der ursprüngliche Name des Gläubigers (bei alten Forderungen wechselt dieser häufig), seine genaue Anschrift (das benötigt die Schuldnerberatung oder der Anwalt später), das Thema (Darlehen, Rechnung, etc.), eine zugehörige Darlehensnummer, Rechnungsnummer o.ä. und am Ende noch der Betrag. So entsteht nach und nach eine Liste aller Gläubiger. Diese zu den Unterlagen, fertig… Je genauer diese Liste ist, umso schneller bekommt der spätere Berater einen Überblick und umso schneller gehen die notwendigen Vorbereitungen. Der Berater wird später noch diverse Auskunfteien und Verzeichnisse befragen und so zusätzlich die Liste abgleichen und auf Vollständigkeit prüfen. Das ist wichtig, um wirklich JEDEN Gläubiger zu erfassen. Nur die erfassten Gläubiger und damit Schulden werden später Teil des Verfahrens! Also ist dieser Teil der Vorbereitung mit der Wichtigste, also lieber nochmal alle Kartons und Schubladen durchsuchen!