Aktive Kontopfändung trotz RSB

Heute mal wieder eine interessante Info für „danach“…

Nachdem ich mich finanziell berappelt habe, wollte ich mein P-Konto wieder in ein normales Konto wandeln. Also ab zum Schalter, Karte vorgelegt, Wandlung bitte…

Nach einigen Minuten kommt die Dame zurück und fragt, warum ich das tun möchte, ich hätte doch keine Nachteile wegen der P-Konto Variante. Ok, ich dachte mir meinen Teil, denn offensichtlich hatte sie nicht weitergedacht. Ich schon, also bestätige ich selbstbewusst, dass ich trotzdem wandeln möchte. Daraufhin teilt sie mir mit, dass es noch immer eine Pfändung auf meinem Konto gibt! Auf meine Frage nach dem Gläubiger wurde mir klar, es handelt sich um eine mit der RSB erledigte Forderung. Der Blick in „meine Schufa“, bestätigte diese Vermutung. Ich werde mich jetzt mit meiner Bank in Verbindung setzen und herausfinden, was ich tun kann. Die teilte mir mit, dass die Bank in diesem Fall gar nichts machen kann, denn NUR der Gläubiger kann diesen Zustand ändern. Ich muss mich also direkt an den Gläubiger wenden.

Update (20.09.2020):
Heute habe ich den Gläubiger offiziell angeschrieben.
(die Daten sind anonymisiert)
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K12 99999-9 / Pfändungs- und Überweisungsbeschluss

Sehr geehrte Damen und Herren,

nach Rückfrage bei meiner Bank erfuhr ich, dass Sie noch immer einen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss, bezüglich Ihrer im Betreff genannten Kontonummer, gegen mein Girokonto bei der Sparkasse Timbukdu (IBAN DE657205010XYZABCDE2011) aufrechterhalten.

Mit Beschluss des Amtsgericht Timbukdu vom 07.03.2018 (9 IK 24352/14) wurde mir die Restschuldbefreiung erteilt und damit auch die zugehörige Forderung (ursprünglich Gläubigerbank Halsabschneider) erledigt.

Ich fordere Sie hiermit auf, die Pfändung gegen o.g. Bankkonto aufzuheben und mir binnen 14 Tagen den entwerteten Titel auszuhändigen.

Sollten Sie die Frist verstreichen lassen, sehe ich mich gezwungen meine Rechte durch meinen Rechtsvertreter durchsetzen zu lassen und einen entsprechenden Antrag beim Amtsgericht einzureichen.

Mit freundlichen Grüßen
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Mal schauen, was das angeschriebene Inkassobüro jetzt tut…


Update 27.09.2020:

Siehe da, es hat geklappt. Ich bekam heute ohne Probleme die Bestätigung, dass die Pfändung aufgehoben wurde und zusätzlich den entwerteten Tiel zugesandt. Interessant, die Pfändung war mittlerweile sogar an ein drittes Inkassobüro abgetreten worden!


Update 05.10.2020

Nachdem ich bei der Sparkasse via E-Mail nachgefragt habe, ob die Pfändung tatsächlich zurückgezogen wurde, bin ich heute spontan und ohne Termin zur Bank gestiefelt (ja, man muss persönlich erscheinen) und habe um Wandlung des Kontos von einem P-Konto in ein „normales“ Konto gebeten. In 5 Minuten war der Fall erledigt. Ab jetzt habe ich also wieder ein „normales“ Girokonto.

Natürlich habe ich sofort in „Schufa Online“ um Entfernung des Merkmals gebeten, denn ich habe gehört, dass die bank das zwar mitteilt, allerdings kann das etwas dauern und manchmal wird es auch „vergessen“ diese Info der Schufa mitzuteilen.

Bei mir sah der Eintrag zum P-Konto in der Schufa übrigens so aus:

 

 

 

Update 06.10.2020

postwendend erhielt ich heute Antwort von der Schufa, die mir mitteilte, dass man die Anfrage nicht nachvollziehen kann, da ein solcher Eintrag nicht vorhanden sei. Neugierig prüfe ich meine Schufa und muss feststellen, der Eintrag „Pfändungsschutzkonto“ (siehe oben) war tatsächlich direkt gelöscht worden, also fast noch am selben Tag!

1 Kommentar

  1. Pingback: Zweitkonto nur mit sauberer Schufa möglich? | Der Insoblogger

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